Ist Daumen- oder Fingerlutschen ein Problem für Kinder und was kann ich dagegen tun?
Daumenlutschen ist bei Säuglingen normal, die meisten Kinder geben diese Angewohnheit im Alter von zwei Jahren selbst auf. Wenn Ihr Kind noch nach seinem zweiten Lebensjahr Daumen lutscht, versuchen Sie ihm dies bis zum Alter von vier Jahren abzugewöhnen. Daumenlutschen über das vierten Lebensjahr hinaus, kann zu Verformungen und Fehlstellungen der Zähne und/oder zu Fehlbissen führen.
Wie geht das Bleichen von Zähnen vor sich?
Die Zahnfarbe ist genetisch bedingt: Während sich einige viele Jahre lang über das natürliche Weiß ihrer Zähne freuen können, hat der Zahnschmelz anderer schon von Kindesbeinen an eine eher gelbliche Farbe. Außer der genetischen Veranlagung gibt es diverse äußere Faktoren, die das farbliche Erscheinungsbild beeinflussen. So sind Tabak, Kaffee, Tee und Rotwein weißen Zähnen abträglich. Auch stark pigmentierte Lebensmittel wie Kirschen oder Blaubeeren gehen dem Weiß an den Kragen, genau wie Zahnsteinablagerungen, die aus mineralisierter Plaque (Zahnbelag) entstanden sind. Beim sog. „Bleaching“ also Bleichen werden die Zähne mit peroxydhaltigen Pasten oder Gels durch eine Oxydationsreaktion, entweder zuhause oder beim Zahnarzt gebleicht. Für die Anwendung zuhause fertigt der Zahnarzt eine passgenaue Schiene. Sie wird mit dem Bleaching-Material gefüllt und über einen längeren Zeitraum mehrere Stunden pro Tag oder über Nacht getragen. Spezielle Produkte wie Zahnpasta oder Mundwasser helfen, die oberflächlichen Verfärbungen zwischen den Besuchen beim Zahnarzt gering zu halten. Sie enthalten Wirkstoffe mit denen die Zahnoberfläche sanft aufgehellt wird. Darüber hinaus sollten sie natürlich auch zahnmedizinischen Schutz bieten, der die Zähne gesund erhält.
Was ist bei der Mundpflege für Jugendliche zu beachten?
Die beste Möglichkeit für Jugendliche, sich an einem schönen Lächeln und gesunden Zähnen zu erfreuen, ist die Weiterführung der richtigen Mundpflegegewohnheiten aus ihrer frühen Kindheit. Unabhängig davon, ob eine Zahnspange getragen wird oder eine andere kieferorthopädische Behandlung erfolgt, ist es wichtig die Zähne zweimal täglich mit einer fluoridhaltigen Zahnpasta zu putzen und die Zähne täglich mit Zahnseide oder einer Zahnzwischenraumbürste zu reinigen, um die Plaque zwischen den Zähnen und unterhalb des Zahnfleischsaums zu entfernen. Plaque stellt die Hauptursache für Karies und Zahnfleischerkrankungen dar. Wird Plaque nicht täglich entfernt, kann sie sich zu Zahnstein verhärten. Hilfreich ist auch, den Genuss von zucker- oder säurehaltigen Zwischenmahlzeiten und Getränken einzuschränken. Um frühzeitig Probleme zu erkennen, sollten Jugendliche zweimal jährlich zum Zahnarzt zur Kontrolle und zur professionellen Zahnreinigung gehen. Zusätzlich zur Tatsache, dass hierdurch die Zähne und das Zahnfleisch ein Leben lang gesund bleiben können, hat man dadurch auch frischen Atem und ein attraktives Lächeln.
Man sagte mir, ich müsse meine Weisheitszähne entfernen lassen. Warum?
Weisheitszähne sind die hintersten Backenzähne an jeder Seite des Kiefers. Sie sind die letzten Zähne, die üblicherweise im Alter zwischen 16 und 20 in die Mundhöhle durchbrechen. Da die Weisheitszähne die letzten Zähne sind, die durchbrechen, ist häufig nicht ausreichend Platz für sie im Mund vorhanden. Dies kann dazu führen, dass die Weisheitszähne eingekeilt sind oder im Kiefer quer liegen. Falls die Zähne eingekeilt sind, können Schwellungen und Empfindlichkeiten auftreten. Weisheitszähne, die nur teilweise durchbrechen oder heraustreten, können ebenfalls zu schmerzhaften Stellen oder Erkrankungen führen. Da die Zähne vor dem Alter von 20 Jahren weniger stark entwickelte Wurzeln haben und das Ziehen weniger Komplikationen bereitet, sollte bei Personen zwischen 16 und 19 Jahren untersucht werden, ob ihre Weisheitszähne entfernt werden müssen. Die Entfernung eines Weisheitszahns aufgrund von Engstand oder Aufeinanderstoßen hat in der Regel keine Auswirkungen auf Ihre Bissstellung oder die zukünftige Gesundheit Ihres Mundes.
Ich habe Angst vor einer Wurzelkanalbehandlung. Gibt es Alternativen?
Bei einer Wurzelbehandlung wird das Zahnmark, das kleine, fadenförmige Gewebe in der Mitte des Zahns entfernt. Sobald das beschädigte, erkrankte oder tote Zahnmark entfernt ist, wird der übrige Bereich gereinigt, aufgearbeitet und gefüllt. Durch dieses Verfahren wird der Wurzelkanal abgeriegelt. Vor Jahren wurden Zähne mit einem erkrankten oder verletzten Zahnmark gezogen. Heute werden durch die Wurzelbehandlung viele Zähne gerettet, die sonst verloren gehen würden. Die einzige Alternative ist ein Entfernen bzw. Ziehen des Zahnes. Doch heute können Wurzelkanalbehandlungen leicht durchgeführt werden, während der Patient narkotisiert ist. Wenn Sie Angst vor einer Wurzelkanalbehandlung haben, sprechen Sie mit Ihrem Zahnarzt über eine Narkose für den Eingriff.
Hilfe! Mir ist eben ein Stück von einem meiner Zähne herausgefallen. Was kann ich tun?
Wenn Zähne älter werden, können sie manchmal spröde werden. Sie können brechen oder ein Stück Zahn kann abbrechen. In so einem Fall gilt Folgendes: Entfernen Sie vorsichtig mit warmem Wasser Schmutz oder Bruchstücke aus dem verletzten Bereich. Legen Sie kalte Kompressen im Bereich des verletzten Zahnes auf das Gesicht, um die Schwellung möglichst gering zu halten. Gehen Sie umgehend zum Zahnarzt. Üben Sie mit einem sauberen Stück Stoff direkten Druck auf den blutenden Bereich aus.
Einer meiner Zähne ist lose. Soll ich ihn herausziehen oder warten, bis er von allein herausfällt?
Nur weil ein Zahn lose ist, heißt das nicht unbedingt, dass er herausfällt. Lose Zähne bedeuten eine Erkrankung des Zahnfleisches. Suchen Sie umgehend Ihren Zahnarzt auf.
Soll ich eine Mundspülung verwenden?
Mundspülungen stellen eine sinnvolle Ergänzung zur mechanischen Zahnreinigung mit der Zahnbürste dar. Durch das Mundspülen - vor allem nach den Mahlzeiten - werden Speisereste aus der Mundhöhle gespült und den Zähnen Fluorid oder Anti-Plaque-Wirkstoffe zur Verfügung gestellt. Ihr Zahnarzt berät Sie gern in dieser Frage
Was kann ich gegen einen Abszess tun?
Ein Abszess bedeutet, dass eine Infektion bis ins Zentrum des Zahnes gelangt ist und den Nerv abgetötet hat. Die Infektion des toten Nervs hat auf den Kieferknochen übergegriffen. Dieser Infektionsherd muss entfernt werden, wenn der Zahn gerettet werden soll. Das kann ein Zahnarzt mit einer ‘Wurzelkanalbehandlung’ erreichen. Alternativ bleibt nur das Ziehen des betroffenen Zahns.
Meine Zähne sind gelb durch Tabakflecken. Welche Behandlung hilft dagegen?
Befinden sich die Verfärbungen auf der Zahnoberfläche, können sie durch den Zahnarzt bzw. eine Zahnhygienikerin entfernt werden. Ist die Verfärbung im Zahnschmelz angesiedelt, muss sie mittels Bleichen chemisch entfernt werden. Ihr Zahnarzt ist der richtige Ansprechpartner, um Ihnen zu sagen, was in diesem Fall am besten ist.
